Gestern

Meistens hat man einen

Frohgelocktes Dreamteam

Einen, den man lieber mag. Ich aber habe zwei davon. Einer toller als der andere. Zwei wundervolle. Wildgelockte. Wandelwollende. Bis zu meinem dritten Lebensjahr umrahmten übrigens auch mein Antlitz hellblonde, lockerleichte Locken. Sie wippten fröhlich umher, wenn ich lachte, leuchteten mir mit dieser blonden Leichtigkeit den Weg in die Herzen italienischer Campingplatzbesitzer und umgaben mich nonchalant mit einer seit daher verschütt gegangenen Unschuld. Kurz nach Vollendung meines dritten Lebensjahres aber verließen sie mich – for good! Es fand sich großzügiger Ersatz, wenn auch ungleich dunkler und schwerer, lockenlos.

Und Wandel? Das ist wohl der, der hier gerade mal wieder ungeduldig von einem Fuß auf den anderen tretend um Einlass bittet. Der den Schlaf zur Seite drängt und den Sexappeal hervorkitzelt. Der die Laune in müffelnde Kellergewölbe unter Sorgenbunker schickt und erst nach drei Stunden Karzer wieder in die Sonne lässt, so die dann noch scheint. Der Horizonte aus dem Ärmel schüttelnd eine Sehnsucht zu schüren weiß, die bei Erstkontakt spontane Atemlähmung verursacht und später dann erst Gänsehaut. Fehlt nur noch der erste Schritt, aber da ist er dann plötzlich wieder schüchtern.

Ein Gedanke zu „Meistens hat man einen“

  1. T.M. sagt:

    Das gepunktete (geblümte?) Ganzkörperkostüm … ganz reizend!

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