Gegenwart

Vom Wort zur Tat – and vice versa. Ein Abenteuer in 4 Etappen

Age Of Artists | Bauwerk 2021 | Sprache entwickeln, die wirkt

 

Wie kommt man vom Wort zur Tat? Und wie findet man wieder zurück? Wie beschreibt man, was man vorhat, den Weg der zum Ziel führt, das Ziel und wie kommt man – literally – ins Tun? Welche Worte haben Tatkraft und wie werden wir ihrer habhaft?

Der grossartige Dirk Böttcher  von der ag text und ich haben drei Wegstrecken ausgekundschaftet, wortlauten Proviant eingepackt und der lokalen Sprache mächtige Reiseführer*innen eingeladen, uns auf unseren Etappen zu begleiten. Mit einer Runde Teilnehmer:innen werden eigene Problemstellungen und Vorhaben bearbeitet. Angeleitet werden Schreibübungen, Perspektivwechsel und Reflektion, ergänzt um Impulse von externen Fachleuten für Wort und Tat. Wir diskutieren und erarbeiten gemeinsam Lösungen.

Am 9. April stechen wir in See, gelegentlicher Schriftverkehr ist nicht ausgeschlossen, Tickets und Co gibt es ab sofort hier.


Das »BAUWERK« ist der zweite Teil der hybriden Konferenz-Trilogie und führt die intensive Lernerfahrung aus dem »FERNWERK« in Form virtueller Live-Angebote und erfahrungsbasierter Austauschformate zur gemeinschaftlichen Exploration der Wirksamkeit künstlerischer Intelligenz fort.

Eine ganze Reihe unterschiedlicher BAUWERKE bieten die einmalige Möglichkeit, in kleinen Gruppen und über mehrere Wochen hinweg, den Kreativprozess auf vielfältige Art und Weise zu erleben und zu durchleben. Jedes BAUWERK wird von einem gemischten Team aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst vorbereitet und moderiert. Genau diese Mischung ist es, die anregende Ideen und überraschende Lösungen für gesellschaftlich und unternehmerisch relevante Themen verspricht. Der praktische Nutzen für Arbeit und Alltag stehen im Mittelpunkt, genauso wie der gemeinschaftliche Forschungs-, Lern- und Entwicklungsprozess.


Zum Auftakt jeder der Wegstrecken gab es einen poetischen Impuls von mir. Diese gibt es hier zum Nachhören. 

Gerede

Zeichne mir ein Wort!

Letterpress Manukatur Salzburg

Das Wort ist eines, das sich nicht anstellt, das unterm Strich mehr als Namen an der Tür trägt und unter der Achsel das Pain au chocolat, weil man weiss ja nie, welche Silbe als nächstes!

Das Wort ist eines, das gerne schwarz trägt, auf weiß, und davon nicht zu knapp, das auf den Punkt bringt, was der Satz zu sagen versucht, noch ehe das Komma Leine zieht.

Das Wort ist eines mit langen Fingern, stets unter Druck schmiegt es sich in Papier gewordene Seiten, eines von vielen scheinbar, stets auf sich selbst gestellt, und doch Brüder im Geiste: immer die nächste Zeile mindestens, ein Absatz geht noch.

Kein Laut zu vernehmen, kein Rauch, Gedanken lesend, bleibt der Wein im Glas, die Schwärze auf der Presse, der Text Fragment, die Idee “to be”.

Das Wort ist eines, das Platz nimmt, das einnimmt für die eine Sache oder die andere Perspektive. Das aufschreibt (Steno?), das aufzeichnet, was zuvor unausgegoren, angedacht, aufgelesen.

Das Wort ist eines, das klingt. Das anklingen lässt, was du sagen möchtest, das Angebot und Nachfrage zugleich, Konzept und Werk, Abdruck und Skizze.

Kein Spiel, kein Satz ohne Wort, das Zeichen und Zeichnung zugleich. Komm, zeichne mir ein Wort!