Allgemein

Ouvre moi ta porte

Door | Anne Seubert

Wenn der Tag mal wieder aus einzelnen Momenten mit Ego besteht. Wenn der Morgen noch nichts vom Abend weiß. Wenn sogar Kontinente kuscheln möchten.

Wenn meine Augen sich freiwillig auf den See legen. Wenn der Appettit beschließt, eine Blume zu werden und nur noch nachts zu blühen. Wenn das Unterbewusstsein einen Design Thinking Workshop bucht und einen Youtube Channel launcht.

Wenn deine Tür offen bleibt. Wenn deine Zehenspitze Falten streichelt statt sie zu schlagen. Wenn dein Schlüsselbein die Abseitsregel kennt. Wenn du durch bist.

Gelüste

Deine schüchternen Wimpern

 

Schilf am See | © Anne Seubert

Deine schüchternen Wimpern necken.
Deine flüchtigen Träume an die Leine legen.
Deinem Ruhepuls eine Gardinenpredigt halten.

Es könnte, wenn es wollte, wie das Licht, das den Schatten so liebt, dass es ihn wirft, in gefältelten Bögen, die deine Haut zittern machen, demi-plié, da wo mein Daumennagel seine Initialen gepostet und in 2 Minuten 3 Likes geerntet hatte und einen Schauer losgetreten, der dein Herz unter Wasser und deine Wade in Stein gemeisselt hat. Nass wurde keiner, den Schirm hatte ich gleichwohl geöffnet, einen pergamentenen Tempel aufspannend, der uns Licht und Schatten, Heim und Welt.

Deine warmen Wangen in eine Kurvendiskussion verwickeln.
Deine Knie auflaufen lassen.
Deine Ellbogen in die Arme nehmen.

Es war einmal und ging dann in Serie, noch bevor die Rechtefrage geklärt und der Pilot abgehoben hätte, dabei fliegt, wer die Temperatur nicht misst, dem Sturm nicht in die Augen schaut, unter dem Radar und das deutlicher, als ihm lieb und teuer, als ob der Preis entscheidet, ob Cliffhanger oder Happy End, dabei bist du es der zählt, bis alle sich versteckt und du suchen darfst.

Hinter deinen Ohrläppchen Fernwärme installieren.
Deinen Pony gegen den Strich kämmen.
Deinen Lenden die Hand auflegen.

Es wird, wenn nicht gut, dann besser, wenn nicht schön, dann sonnig und das samt Vorschuss und Schilf um einen See, der nicht nur sonntags geöffnet sondern Ufer satt, mit Buchten und Badenixen, mit dir unter einem Baum, der seine Früchte hochgesteckt trägt und immer im richtigen Moment fallen lässt, egal wie der Wind steht, als ob der je stünde, das Tanzbein sachte deinen Innenschenkel tangierend, das Standbein am Strand.