Gemäuer

Loving by Doing

Du legst mich zwischen dich und sortierst mein Verlangen in Fjorde, Mariannengräben, Längen- und Breitengrade. Ich sehe dich fern und näher kommen und endlich aufgehen in einen, der zu dem steht, was er aufsagt und den Mond nebenbei in Säulen gießt. Nächte tief, die den Tag in den Schatten und das Licht auf den Scheffel stellen, leuchtet dein Weg, als lächelte er sich ohne Wasserwage in die Balance zwischen to go und to be gone, zwischen Hebebühne und Theaterkasse.

Du verleihst meinem Zustand Flügel, meinem Lächeln Contenance, meiner Rückendeckung Grund genug vor die Tür zu gehen, auch wenn die gen Mekka zeigt und keine Öffnungszeiten anbietet. Halbzeit? You wish, der Anzug ist frisch aus der Reinigung und kann einiges ab- und zu auch mal Zärtlichkeiten zirkulieren lassen. Im Kreis, Punkt, Punkt, Komma, Strich dein Zeichen, das die Sonne dir auf die Stirn prägte, zu sehen nur, wenn der Wald zum Z’Nüni seine Bäume teilt, und den Weg freigibt, Scheitel für Scheitel ein Panorama blosslegend, dass jeden Horizont blass werden lässt.

Mein Schatten geht fremd, versucht sich im Onlinebanking, legt sich der Frage zu Füßen, die zwischen unseren Lippen Platz genommen hatte, als wäre das ein Platz an der Sonne, dabei weiss doch jedes Kind, dass wer sich zur dicken Lippe bekennt, einstecken können muss. Du sagst dem Schmerz, wo es langgeht, zeigst dem Kreuz den Hinterausgang und mir den Fruchtknoten, den die Blüte erst zeigt, wenn Schicht im Schacht. Ich bleibe untertage, den Himmel auf Schultern, die des Fliegens müde, einst die Federn in Necessaire gepackt hatten, aber heimlich einen Fallschirm unter der Achsel tragen. Man weiß schließlich nie, welches Salz hinter der nächsten Säule lauert, und aus welchem Meer!

Geliebte

1,5 Mädchen mindestens

A | Anne Seubert
Der Tanz ist noch nicht zu Ende, da fällt dein Fuß einen Entschluss, der auf der Zwei beginnt und die Stelle betont, die du gern verschweigst, als gäbe es etwas zu sagen, anzusagen, aufzusagen, was auswendig gelernt doppelt gälte, wenn einer mitzählen würde statt gelbe Karten ins Blitzlicht zu halten auf halber Strecke.

Was konntest du bevor du lesen gelernt hast?
Welchen Wundern hälst du die Stange?
Wem glaubst du deine Geschichte?

“Moi non plus” auf dem Rücken, trägt deine Brust heute kein Haar, das sich krümmen ließe, du liest mich dir vor und zurück und über die nackte Angst hinweg, die dir nicht steht, nie stand und zwischen den Stäben ihre Runden dreht als hätte sie Hofgang und nicht Wechseljahresbeschwerden.

Was kostet deine Welt?
Welche Wahrheit schickst du auf den Strich?
Wem machst du den Hof?

In der Schlange steht einer vor dir, dem du die Show nur leihen wolltest, wäre der Wille frei gewesen und du jung, jünger als wir zusammen kamen und auch das nur eine Vermutung der Dunkelheit, die du mit jedem Schatten betrügst, der sich dir vor die nackten Füße wirft.

Was gibt dir den Rest, der gerade noch fehlte?
Welche Lüge gönnst du dir schenkelaufwärts?
Wem sagst du Gute Nacht?