Gelüste

Winterwonnenwende

zwischen gestern und morgen eine nacht betten, einen flügel stimmen, ein kapitel zu grabe tragen. einen satz pflanzen, vor den punkt, aber hinter das komma.
einatmen.

zwischen traum und wirklichkeit eine stufe einbauen, einen hobbykeller einrichten, ein wunschkonzert anberaumen und alle lieben auf die gästelisten setzen.

am waldrand deine adresse mir notieren, ein fußbad einlassen und die sonnenbrille parat legen. zurücklehnen und versuchsweise frühlingsbotenstoffe klimpern lassen, auch wenn nur der zaunpfahl zeuge.
ausatmen.

Gedanken

Zu Hofe

Schöneberger Hinterhof

dir den hof bereiten mit samtenem floor, ein tor dir bauen, weit wie die wintersonne mit einem herz aus möglichkeiten.

einen baum dir pflanzen so zart wie der wind zur sommersonnenwende und so verwurzelt wie wandelmütig im schatten der gezeiten.

ein fest dir bereiten, von dem sich die mauern noch im nächsten jahrhundert hinter zugezogener fensterlade erzählen, trunken vor staunen und das letzte lied noch in den steinen.

ja, auch ein mahl möchte ich mit dir teilen, eine decke ausbreiten, dich einladen, platz zu nehmen, es ist genug für alle da.