Gemäuer

Drei Minuten Traum

Worte pflanzen in einen Wald voller Wände.
Platz nehmen und Risse ernten, da wo der Putz auf Kante und die Kante auf Zack. Den Türen Raum geben und Moos, fingerdick und rauhfasern im Anschnitt.

Weiß stehen lassen, schon auch raumgreifend, stattdessen selbst grün werden vor Land, das in Sicht wenn du den Blick von der Leine lässt. Durchgehen mit aufrechtem Grat, das Messer in der Tasche und den Atem im Entdeckermodus.

Jetzt bloss nicht aufwachen, Träumchen, drei Minuten haben wir noch bevor der Alltag klingelt, zum Tasten, Wurzeln schlagen, Boden sein. Gewachsen wird morgen wieder, jetzt wird sich angeschmiegt.

Gelüste

Gewichte lieben

Lieb mich nicht
zwischen Tür und Angel
mach mich nass.

Weich dich kriegen
da wo du das Wetter um Rat bittest
und Schneegestöber erntest

Schweig nicht
zwischen den Zärtlichkeiten
halt mich hoch.

Wärme schüren
während das Du der

Zähmung entgegenfiebert

Lerne nicht
mich zu lesen
mal mich aus.

Wahrheiten interessieren mich nicht,
Geschichten erzählen kannst du nicht,
lass uns das Wasser tragen lassen, was uns zu schwer.