Oder doch dem sehr ähnlich.
Du hattest fremde Löwenzahnblüten und grünohrige Brennesselrispen unter die Weinschaumsauce geschmuggelt, das sah ich an ihrem Zahnzwischenräume erlaubenden Lächeln, als sie, noch in keiner Sprache wieder heimisch, mir von der kurzzeitig paralisierenden Begegnung ihrer Lippen mit Deinem synästhetischen Ingwersirup undsoweiter berichtete. Hauptsächlich mit den Augen übrigens, nur bei Einleitung und Schluss griff sie in Ermangelung ausreichender Blickvarianten auf ihre, weiterhin an Espenlaub gemahnenden, Hände zurück.
Staunen mit jedem Tupfen gelauschter Spannung, auch indiziert aber von den Blättern schwarzen Tees, die konzentrisch in meiner unberührt gebliebenen Steinguttasse dümpeln, seit mehreren Viertelstunden bereits. Erst recht ablesbar an meinem Magenzwinkern, das bis dato gänzlich ignoriert wurde und in diesem Moment nur durch die Bilanz heischenden Fingerkuppen, stierhungrig auf jedes noch so ungeliebte Detail sich stürzend, ins Flackerlicht unserer Kerzen geschürzten Aufmerksamkeit geschubst wurde.
Dein häppchenweise in Worte gefasster Appetit, der Dich die Hefeklöße unwillkürlich ein, zwei Nummern größer hatte anlegen lassen; Deine zwischen Bordeaux- und Rosé-Tönen pendelnden Wangen, die ihre Zunge durstig zwischen den Lippen hervorschnellen hatte lassen; Deine, ihren Schluckreflex im Minutentakt auslösende, gleichzeitige Verquirlung von Blaubeerrisotti linkstöpfisch und Milchpartikeln zu schneeballfarbenen Schaumhauben für den abschließenden Schokospressino rechtstöpfisch, belegten die Identität des während unseres unter Mädels genossenen Jasmintees ohne Namen gebliebenen Kochs.

