Gelage

Treppenstufen bis zum Bier

Schreiben wir ein Lied auf Treppenstufen,
zu einer Türe wie aus Glas?
An der Klingel steht kein Name,
der da wohnt, lebt ohne Pass.

Warten wir auf die Nacht,
die ausgegangen,
an eine Bar mit wenig Licht?
Du sagst, die Drinks wären unverfänglich, ich nehm dich beim Wort und die Nacht in die Pflicht.

Spielen wir ein Konzert unter Apfelbäumen, du an der Klampfe, ich am Klavier?
Die Gäste bringen den Kuchen, der Garten die Düfte, wenn die Nacht brav zu spät kommt, reicht auch das Bier!

Gelüste

Zurückbleiben, bitte!

Vier gewinnt | © Anne Seubert

Auf dem Rücken der Steine,
die das Meer dagelassen hat, als es den Strand heute bloßlegte,
sortiert die Sonne bereits Salz und Wasser
mit einer Stoik, die sie für ein Fließband qualifiziert hätte,
hätte der Strand da nicht ein Wörtchen mitzureden.

Die Steine schlagen heimlich die Fersen zusammen
hüsteln am unteren Ende der Fahnenstange,
die den Sonnenschirm trägt, den du dir gewünscht hattest
als wir den Strand das erste Mal betraten
und die Sonne gerade befördert worden war.

Wenn einer, dann du, lacht die Gischt
am Bug einer Welle die Pole Position für sich beanspruchend,
Räuberleiter für alle, die auch mal aufschäumen wollen
auch wenn das Wetter Milde predigt und
der Strand besonders gerne die willkommen heißt,
die zurückbleiben wollen.

Zurückbleiben, wie das Salz, das du
unter dem komplizenhaften Blick
der mittäglich großzügig gestimmten Sonne
auf deiner Haut gerade entführst,
als hätte ein Wort hier keiner mitzureden,
der nicht du oder ich.