Gelüste

Vom Ende der Eiszeit

Nach einer Nacht voll schmerzhafter Müdigkeit erinnert mich der morgendliche Schneefall betont subtil an die vorherrschende Jahreszeit. Der heutige Tag hat erstaunlich wenig Reizvolles in Petto, ich versuche ihn trotzdem brüderlich an der Hand zu nehmen – gemeinsam stark auch in Zeiten der Krise (das meistgehasste Wort 2009?!) und mit einem kohlehydratreichen Frühstück zu zelebrieren. Heimlich und wenig pietätvoll denke ich bereits an sein Ende, noch ehe ich vollständig erwacht wäre, träume bereits von der warmen Decke über meinen Schultern noch ehe ich den Büstenhalter für den Tag gewählt, und schließe die Vorhänge noch ehe die Sonne das Tageslicht erblickt hätte.

Listen unterschiedlichster Couleur harren meiner Bearbeitung, aber das Telefon macht einen auf besetzt, der Computer einen auf kurzgeschlossen und die Lust einen auf mehrwöchige Abwesenheit. Mir ist nach behäbiger Sinnlichkeit, sonnenbedeckten Schultern inklusive, nach kicherndem Bauchnabel und streichzartem Augenaufschlag. Mir ist nach zerwühltem Hotelbett, nach hingebungsvoller Muße, nach Erdbeeren und schmelzendem Schokoladeneis. Sofort!

6 Gedanken zu „Vom Ende der Eiszeit“

  1. stubbornita sagt:

    da geht es anderen also ähnlich, falls das ein trost ist. (zersch aber no fasnacht!)

  2. kopffuessler sagt:

    An Fasnacht ist hier nicht zu denken, und es fehlt (mir manchmal). Viel Freude Ihnen!

  3. King Fisher sagt:

    Erdbeeren und Sonne. Au ja!
    Weit weg von allem, was stört.
    Und vielleicht einen Zauberspruch.

  4. amadea sagt:

    Auch hier nix Reizvolles, nur der Albtraum in Weiß. Mir schneibt’s schon ins Hirnkastl.

  5. kopffuessler sagt:

    Dann nix wie ab in den Flieger, liebe amadea, lass uns dem Winter ein Schnippchen schlagen!

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