Gestik

Jenseits von rechts

Einer blickt immer nach links. Hält den Fuß jenseits der Zehen abseits des Schnees. Weiss, wo die Decke zu Ende und das Wasserglas steht. Stand. Störte. Umfiel. Einen See schuf, unzuverlässig wie dein Schlaf. Mal da, mal auf übermorgen verschoben und zwar nachmittags statt nach Mitternacht. Fahrig statt rund. Unterbrochen statt ewig. Zitternd statt umarmt.

Meine Sehnsüchte an sich reissend, weiss mein Bauch, dass links alles was gut, aber auch alles was Schmerz. Der ehemals Knöcherne, der die Bahn am Fuße der Treppe verlassen und ins Ungewisse wollte. Die Hutkrempe, die einseitig Beulen wollte. Der nackte Zeh, die Schulter, welche und du, wenn ich auf dem Bauch schlafe. Das Herz aber bleibt unentschlossen bauchnabelaffin.

Einer blickt immer nach links, findet das Muttermal und küsst zu. An. Auf. Tief. Einmal alle drei und das Kind auf den Kopf. Blinzelt den Ruß aus den Wimpern und das Wasser an Bord. Zieht das Blut ins Eisfach, trägt das Bier auf der Zunge und das Lächeln kokett hinterm Ohr; gestapelt für Zeiten jenseits von Wonne und Sturm, von Weissmehl und pünktlichen Zügen, von Wahlnachmittagen und Fenchelsalami.

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