Gelüste

Ein Lächeln unterm Arm

Komm, lass dich verlocken! Leg dir den Halbschatten heute mal quer übers Knie und würfele dir ein Selbstportrait. Dreifach erfunden und auf Watte gebaut. Aber immerhin: uferlos. Sag, dass du singst, wenn du keuchst, wenn du Lachfalten webst, wenn du über und über mit Federn dich bedeckst und Surrealismus vortäuschst wo Albernheit regiert. Und Wut.

Komm, lass dich ein. Nimm mir den Mut und bau uns ein Haus. Am See meinetwegen mit Steg auch und Pappelhain. Und einem Tisch, den du mir deckst, wenn ich komme. Aus mir heraus. Nieder. Wieder auf die Füße. Wenn ich lache, dass nicht nur du dich willkommen geküsst fühlst in diesem Leben, das seine Regeln gerade wieder neu gemischt. Auf Abstand!

Komm, lass dich nicht aufhalten. Geh auf! Unter! Über vor Scherereien. Ich will ein Oh und ein Ah und ein Feuerwerk, den Knall auf einem Extrateller und ein Jahr nur für Worte und Bilder und dich und die Campagna. Ein, zwei Regentage und eine Woche voller Regentagerennen. Vor dem Untergang flüchten wir, ich habe uns ein Meer geschöpft aus Mohnsamen und Quarz und das Lächeln mit Spinat zwischen den Zähnen schon unterm Arm.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.