Generika

Die Leiden der Jungen Wörter

Sonntagmorgenglocken im Ohr, will, was da eben noch Buchstabe jetzt ein Wort sein. Auf der Zeile tanzen bis zum Doppelpunkt, nur um dann nocheinmal klein anzufangen und, eine zweite Konjunktion im Ärmel, einen Halbsatz tiefer stapeln. Mitohne Verb. Passiv und erst auf den zweiten Blick kokett. Es muss nicht immer Diminutiv sein, mitunter setzt ein Präfix Zeichen, die sich zwischen Mittel- und Beziehungsohr einzunisten wissen, nachhaltigst.

Das Letterleben ist eines, das sich typenweise lebt, gerne mal unter Hochdruck, in Kleingruppen dem Linguisten gefügig gemacht. Bleibesetzt die Lunge liegt sodann dem Atem eine Wortgewalt inne, die dich reisen macht. Vor und zurück und immer wieder jenseits der Schriftsprache, da wo Klang und Haptik ein Tänzchen wagen, einen Stehblues gar, zwei Silben vor und einen Umlaut zurück, knallvergnügt der Etymologie immer wieder ein nonchalantes Schnippchen schlagend.

Privatvergnügen vermehrt sich sprachlich exponentiell, in diesem spezifischen Fall zumindest, der mehr Case als Kasus, Flexion hin oder her. Ich möchte dir den Stab nicht buch- sondern kieselsteinweise kredenzen. Immer einen Gedankensplitter auf Eis und dazu ein Pannakotta von einzeln gedünsteten Schachtelsätzen an Bord. Der Sonntag kann kommen, was sag ich, das Wochenende, die Woche, das Jahr!

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