Gelüste

1, 2 oder 3?

gegen die wand stellst du die wunden der nacht, öffnest dem spätsommer die tür mit einem in weihrauch geschwängerten gedicht auf den schenkeln, das deine lippen badeanzug statt bikini tragen lässt: 1, 2 oder 3 ? weiter kann der tag den rock nicht heben, das knie auf zwei viertel vom takt gebucht, fordert horrende ablöse und rettungsring und zwei whisky cola auf eis.

wie damals! prustend leckst du das laub dem alt gewordenen asphalt aus der kurve, den schatten fernzuhalten suchend, der schon wieder bein zeigt, als bekäm er’s gezahlt. augenbraue für augenbraue, zuckt das grün in tönen zwischen betonpflanzen, bühne bordend für den nächsten mensch, der hält, was er nie zu träumen wagte und die hüfte nicht nur als bindeglied missachtet.

halleluja wäre jetzt fies und pathos und drei oktaven zu tief gelagert, dann lieber die stimmgabel ins haupthaar, den alltag in den kofferraum und einem laib gehuldigt, der alles nährt, was da hungert, aus minuten einen tag und aus leere ein gefäß macht, dem man wein sein möchte.

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