Geliebte

Here’s looking at you, Maroc

 

maroc anne

Meine Worte verstecken sich in dir, Marokko, schmeckst du das? Nur mehr ein Stottern wagt sich über meine Lippen und aus einem Augenwinkel blinzelt das, was du Vergangenheit nennst und ich Schatten. Gehst du gerade auf? Über vor Glück? Unter vor Wonne? Einen Schritt zu weit gen Westen?

Meine Wünsche hatten das Schiff längst verlassen, als du an Bord kamst, Land, das du dich selbst dem Sonnenuntergang widmest, das doppelte „K“ noch auf der Schwelle abstreifend zugunsten eines kehligen Doppel-C, das seinerseits weit vor dem Dinner noch zu einem einzeln die Zeile entlang tänzelnden „C“ abschliff.

Ich mag dein Keuchen, das mir in die Lenden fährt, auch wenn du nur ein paar Münzen abgreifen möchtest. Ich mag deinen Verkehr, den du unter der Hand regelst und deine rasende Eifersucht, die aufflammt, sobald ich das Licht lösche.

Ich mag, dass du liebst ohne meinen Nachnamen buchstabieren zu können, und dass du wie ich um jeden Atemzug ringst. Dass du die Säure der Zitronen kurzerhand mit Salz zelebrierst und unter den Braten mischst, statt sie mit Zucker mundtot zu machen.

Cher Maroc, lass uns das Wasser neu erfinden, das dir so fehlt, dir die Lippen benetzen und uns ein Bad einlassen, das uns schwimmen lässt statt immer und immer wieder nach dem Weg zu fragen.

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