Gegenwart

Mancher Mond bleibt lieber allein

Herbst

Montag. Lippgloss
Schatten weit werfend die Arme hängen lassen: Ich, in halbvollem Ornat, nur ein slitterndes Lächeln als Zeuge, alle Zärtlichkeiten, derer ich habhaft werden konnte, second oder third hand gar, im Blick: das Wochenende, noch grün zwischen den Zähnen.
Vorhang auf
Dämmerung voran, die letzte Haltestelle im Visier. Die erste Reihe steht, als sich die Türen öffnen, aus der zweiten Reihe tönt der allnächtliche Mut der Sterne: Vorsicht, bitte! Du  lässt allen Flieder stehen, als du den Wagen an-, die Zweifel ab und die Bühne hinter dich wirfst und den Mond betrittst.
Auftritt: Die Küste
Das Meer um uns schweigt, der Duft deines Lächelns komponiert ein Lied, das mir der Mond allnächtlich erzählt hatte, als ich klein und du so mittel. Geklaut? Geliehen!
Mancher Mond bliebe lieber allein, doch dein Gottvertrauen schwingt sich auf, das Firmament abzudunkeln und einen Hafen aufzustapeln, der Mitternacht und Heimat vereint.
Zwischenapplaus, kapitelweise
Jeden Storyteller schweigen machend malst du schließlich eine Welt für zwei plus 17 Kapitel. Eine Welt, die sich trägt, erträgt, verträgt mit den Rudeln Musen in mir, du spitzbübisch lächelnder Schwarm meiner Seele.
Abgang

Das Leben tanzt backstage, wissen wir heute, dort wo sich der Wind verweht, verwirklicht zu was er geboren, entlang eines Wesens, driven wie wir: Nicht eher ruhend als bis er im Mond ruhend vor dem Sturm vermählt, ertrinkt im Meer, das uns Heimat. Ahoi!

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