Gegenwart

Alles auf Absprung

Und dann sind die Füße weg und der Boden auch. Der Geist, Willy, und das Fleisch auf Kante, weil das Messer mal wieder ungeschliffen daherkam. Das macht dir keiner nach, sagst du und lachst, wie ich dem Bademantel den Kragen stärke, Kragenweite und so. Und dann Stille. Keine Kraft mehr aufzustehen, keine Kraft mehr, Danke zu sagen, stattdessen einen Leopardenmantel fast gekauft, erst beim roten Nummernschild  gestockt. Alles egal! geflucht, mit offenem Mund noch gelacht, und du summst.

Auf dem Markt verkaufen sie Schnaps in Flaschen und Falten in Aspik, ich lass den Vampir zur Ader und die Liebe auf den Strich. Macht doch was ihr wollt, Blut ist alle, aber vom Fett haben wir noch lange nicht genug. Schmalzstulle achtern lockst du was das Zeugnis hält und der Lebenslauf verspricht, ich beisse so feste zu, dass der Gaumen um Gnade winselt und dem Lächeln das Wasser abstellt. Ernst ist gefragt, wenn die Lage so heikel. Alles auf Absprung oder doch ins Bett?

Mit dir immer, aber der Wind hat sich gedreht und der Boden wie gesagt: abhanden: Auf Knien rennt es es sich schlecht um die Wette, weiss ich und rette die Haut ins nächste Level. Bis Jahresanbruch sind noch ein paar Tage, vielleicht hat ja noch jemand ein Leben übrig, das sich kapern lässt? Ein paar Jahre reichen für’s erste, ich übernehme auch Küche, Handicap und Schwiegereltern, Hauptsache sturmfrei und ungelogen und TÜV noch bis übermorgen.

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