Gelage

Now is where my heart is

feierabends beide arme hängen lassen und gehen
schlendern statt gehen, hüpfen!
gehen wohin der pfeffer wächst und die schatten lange blicke werfen:
flirt, du mut gewordene zärtlichkeit
du spitzbübisch lächelnder schwarm meiner seele
das leben blüht vielleicht auch backstage, ganz sicher sogar,
und vielleicht da ganz besonders

jenseits des zauns lässt der duft deines lächelns den flieder stehen,
aus dem lied, das mir der mond erzählt eine zeile entführend
auf der meine gedanken sesshaft werden möchten.
schweigend malst du eine welt, ein welt aus waldrand und wetterscheiden,
dort wo sich der wind ins korn verweht, verwirklicht zu was er geboren:
goldrausch auf dem letzten ton des freitäglichen sonnenuntergangs
vermählt im anblick der sterne, baum für baum sich dem meer der musen anheim gebend
die sich eingefunden in zweiter reihe und nachtkleid.

du zeichnest uns ein lied, das sich trägt, trägt und
verträgt mit dem allnächtlichen chor der stille
stille, die wir sinken lassen bis die angst sich zurückgezogen
zwischen alle stühle und schemel fließend, beine zum schmelzen bringend
boden bereitend für ein leben ohne leine, gegossen in die hände von poeten

und mit dem ersten wort schwingt sich dein gottvertrauen auf,
mich zu tränken für den abstand zwischen letter und komma, zu fruchtbarkeit auserkoren:
den atem schöpfung lehren, zug um zug und wange für wange,
hauch an lippe, lippe an locke, locke an stern und stern an herzgeflüster,
denn noch nicht immer gelingt es ein lied zu flechten, das deinen namen atmet.

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