Gegenwart

Landgang mit Honig

Goldfisch über Bord | © Anne Seubert

Unter einem geliehenen Himmel stehst du
Schmiere
mir Blütenhonig um den verwilderten Bart.

Hinter einer eher schüchternen Mauer liegt dein verliebtes Land
im Schönheitsschlaf
träume ich immer von einer Welle aus siebeneinhalb Weltmeeren.

Um den heißen Brei drehst du deine Runden
rückwärts
verstehe sogar ich, was du meinst, wenn du meinen Namen sprichst.

Erst weist du den Weg.

Über eine Brücke schlägst du deine Fragen
in die Fluchten
die der Fluss schwer trägt an Antworten, die mitschwimmen.

Wenn einer aufwacht, weiss die Zeit mehr als die Nacht
zwischen zwei Augenblicken
liegt dein Leib linksbündig lose ins Laken geschmiegt.

Was kostet die Welt, fragst du zwischen zwei Atemzügen –

Dann frägst du das Ziel
und das Ziel stellt dir die Weichen ins Herz
die dich tragen, auch wenn du über Bord gehst,
auch wenn das Land nicht deinen Namen spricht,
auch wenn der Weg die Brücke meidet und
den Himmel außen vor lässt. Landgang!

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