Gedanken

Is there anybody in there?

Stellst du mir deine Freunde vor? Die guten, die dich tragen, die alten, die dich kennen, und auch  die neuen, die mir verraten, wer du werden möchtest?

Stellst du mir deine Sehnsüchte vor? Die reifen, die kurz vor der Verwirklichung stehen, die heimlichen, die du noch nicht ausgesprochen hast, und auch die gut angehangenen, die schon Teil deiner Selbsterzählung wurden und vielleicht gar nicht mehr erfüllt werden müssen?

Stellst du mir deine Orte vor? Die, an denen du auftankst, an die du dich immer wieder zurückziehst, und die, an denen du dich geborgen fühlst? Die, von denen du aufbrichst und die, die du meidest auch? Gibt es den Ort schon, an dem du mir begegnen möchtest?

Stellst du mir deine Geschichten vor? Die, die dich geprägt haben und die, die dir über dich erzählt wurden? Die, die du erzählen möchtest und die, die du vergessen willst?

Stellst du mir deine Gefühle vor? Die großen, die dich strahlen und in die Welt hinausziehen lassen und die kleinen Gefühlswelpen, die noch nicht lange Teil von dir? Und auch die alteingesessenen, wie die Einsamkeit, die du lange loswerden wolltest, und die heimlichen bitte, die mit Scham und Schuld um die Wette torpedieren, was du dir aufzubauen versuchst?

Stellst du mir deine Namen vor, wie sie dir einst gegeben wurden und welche dir heute passen? Die Namen, wenn du sie dir wünschen dürftest und den Namen, den du mir gibst, ohne zu viel zu versprechen?