Gedanken

Zu Hofe

Schöneberger Hinterhof

dir den hof bereiten mit samtenem floor, ein tor dir bauen, weit wie die wintersonne mit einem herz aus möglichkeiten.

einen baum dir pflanzen so zart wie der wind zur sommersonnenwende und so verwurzelt wie wandelmütig im schatten der gezeiten.

ein fest dir bereiten, von dem sich die mauern noch im nächsten jahrhundert hinter zugezogener fensterlade erzählen, trunken vor staunen und das letzte lied noch in den steinen.

ja, auch ein mahl möchte ich mit dir teilen, eine decke ausbreiten, dich einladen, platz zu nehmen, es ist genug für alle da.

Gedanken

Rätsels Losung

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Das Wort ist mir ein Rätsel geworden, das sich erst löst, als du es aussprichst, Silben im Handgepäck schmuggelnd, die nur auf der Tonspur Sinn ergeben und doch keiner Fußnote bedürfen.

Du spannst den Fragebogen über meine Tagessätze hinweg, schlafwandelnd sicher und mit einer Nonchalance auf Zeile gebracht, die selbst meine Gedankensprünge in den Schatten stellt.

Der Schatten birgt mehr als eine Wahrheit, die ich aussprechen möchte, ehe der Spiegel Feuer fängt: Nie mehr gute Miene zu eurem miesen Spiel, nie mehr Blumen wenn das Schwert Saison hätte, Aussicht auf Frühling hin oder her.