Gedanken

leise vergnügungen IV

häuschen am rhein

 

# dem ersten lichtstrahl beim durchbrechen der ungeputzten fensterscheibe gesellschaft leisten

# den falten nachspüren, die das lächeln in die mundwinkel wirkt, innerlich bis 10 zählen, erst dann wieder lösen

# der zeit beim rückwärts wandern schatten in die kurven werfen

# das sonnenlicht durchs haar streichen, versehentlich doppelt

# in der bassline deiner neujahrsgedanken baden

# die bitterkeit des chicoree mit der süße der maronis kontern

# der stille mit unlauteren angeboten gänsehaut verursachen

# deinen durch die kälte sichtbar gewordenen atem mit blicken streicheln, die an deinen lippen enden

# dem schnee haarfeine kristalle abtrotzen und über die nackten fingerkuppe pusten

# die spur der nachmittäglichen kälte in den eigenen körper erst nachhorchen und dann mit heisser gewürzmilch genüsslich zum schmelzen bringen

# den augen morgens zwei minuten der unschärfe gönnen

# aufstehen, auch wenn ich gar nicht muss

PS: zu den leisen vergnügungen I, II und III

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