Gelüste

Während du an Land

Leg mir die Hand auf den Mund
auf dass ich dich in den Finger beiße,
deine Hand Finger für Finger vom Salz befreie,
Atem einholend, während du an Land.

Lass mich dich zum Schweigen bringen,
an der Hand genommen,
durch Lächeln allein und einen Blick,
der sich auch von Plexiglas nicht aufhalten lässt.

Bette mir deine Lippen in den Nacken, One-Night-Stands,
da wo der Schmerz auf dem Weg gen Schulterblatt allzugern ankert,
lass Worte mir, als Zwischengang gerade noch hörbar südlich des
Ohrläppchens drapiert, da wo der Halbschatten Verstecken spielt.

Geb dich für eine Armlänge zwischen meine Zeilen,
lass Kommata mir aus den Fingern perlen
und dir ins Dekolleté, Sinn stiftend, da wo sonst
pure Anarchie Graben schlägt, spitzenumhüllt.

Gelüste

Out Of Bed

kokosflocken im ohr
kommt der bierernst als alles,
aber nicht ernst zu nehmende pina colada daher.
röstiaromen im mundwinkel schmeckt selbst
die fernste galaxie
heimatverbunden
gleich beide augen
blickst du über eine tellerrand-
lose der tee in der tasse
schwimmt brust voraus
den hintern gen horizont
und das gebiss im nacken
des sommergewitters,
das gerade aufzuziehen droht,
das haar mir out of bed zu richten.