Gelüste

Zärtlich währt am längsten.

Tenderness | Anne Seubert

Ermuntern statt Warnen,
zum Leuchten bringen statt in den Schatten stellen,
über die Schwelle tragen statt auflaufen lassen.

Erst den Moment, dann deinen Blick und schließlich das Meer, das gerade landet, als wäre es nie geflogen,  Ufer für Ufer umgarnend,  Horizonte aufbügelnd für den nächsten Sonnengruß.

Losziehen statt showlaufen,
erden statt auf den Mond schießen,
in den Arm nehmen statt ans Bein zu pinkeln.

Am Lagerfeuer dem Mut zwischen zwei Songs Appetit machen auf eine Großfamilie, die Dauerwelle ausreden und stattdessen einen Sprachkurs in Werden und Vergehen buchen.

Hochleben lassen statt abwarten,
über den Berg helfen statt rundmachen,
den Rücken freihalten statt bloßstellen.

Dem Atem, der Zeit und der Zärtlichkeit, die mal wieder die Fingersitzen wund und im Stimmbruch: Streichle und die Welt zerfließt, atme und die Zeit bekommt Gänsehaut, trage deine Zärtlichkeit auf den Lippen und du singst wie du schmeckst.

 

Vorgelesen? Sehr gerne:

 

Allgemein

Ouvre moi ta porte

Door | Anne Seubert

Wenn der Tag mal wieder aus einzelnen Momenten mit Ego besteht. Wenn der Morgen noch nichts vom Abend weiß. Wenn sogar Kontinente kuscheln möchten.

Wenn meine Augen sich freiwillig auf den See legen. Wenn der Appettit beschließt, eine Blume zu werden und nur noch nachts zu blühen. Wenn das Unterbewusstsein einen Design Thinking Workshop bucht und einen Youtube Channel launcht.

Wenn deine Tür offen bleibt. Wenn deine Zehenspitze Falten streichelt statt sie zu schlagen. Wenn dein Schlüsselbein die Abseitsregel kennt. Wenn du durch bist.