Gegenwart

Den Engel scheren

Der Kraft zwischen die Beine grätschen,da wo es weh tut
einen doppelten Rittberger lancieren, auch wenn es keine Punkte gibt,
keinen Applaus, und die Landung alles andere als Telemark:

Gestatten, von Gott und der Welt mein Name

Mit leeren Händen gekommen um zu bleiben
als wäre gehen eine Option bei Verlassenheit,
die auf dem Sprung über den großen Teich die Tiefe unterschätzte,
einen Wert, wie er im Buch der Bücher steht, samt Widmung:

Ich soll Sie schön grüßen, steht auf dem Cover

Ferndiagnose Kreuzstich, lacht dein Herz
und lässt die guten alten Zeiten baumeln,
den Gürtel heimlich ein Astloch tiefer gehängt und den Colt gezogen:
Es ist deine Augenbraue, die zuckt und den erstbesten Engel zum Friseur schickt:

Flügel war gestern, heute wird mit dem Teufel um die Wette getanzt!

Gemäuer

Zeichne mir ein Hier im Jetzt

Zeichne mir ein Hier | © Anne Seubert

Wir machen durch, sagt dein Blick.
Wir lassen offen, zeigen deine Arme
Wir legen auf, spüren deine Hände.

Bevor es später wieder keiner war, raunt dein Daumennagel mir seine Initialien in den Schoß, blaubeern und sanft, dabei den dreifachen Konsonanten auf der Nagelhaut balancierend.

Wir fahren fort, ergänzt dein Atem.
Wir lesen vor, flüstern deine Wimpern.
Wir kommen später, murmeln deine Knie.

Nie wurde auch selten zelebriert, machen deine Lippen mir den Hof, der Laden und Luke zugleich, Zittern und Zeugenstand, bis das Jetzt dem Nie die Zungenspitze reicht und Schauern auf ewig erntet.

Wir riechen Lunte, radebrecht dein Rücken.
Wir nehmen nach, seufzen deine Schenkel.
Wir bleiben außen vor, ahnen deine Ellbogen.

Gegen die Wand, weiss dein Willen die Leere zu delegieren, die uns vor Mitternacht besucht, als der Zeiger heimlich über Los fuhr und die Minuten plötzlich nacheinander aus dem Rahmen fallen. Jetzt ist eine runde Sache, auf den Punkt genau im Hier gelegen, Mittel zum Zweck und Wahl des freien Willens zugleich, alles Weitere obsolet.

Zeichne mir ein Hier im Jetzt.