Generika

Kontrapost

Erst: Leerstellen anberaumt, perlweiß mit Zahnlücke. Senile Sehnsuchtsfetzen an marmornen Blattern unter Meersalzfäden implantiert, dabei den Rücken entgrätet. Wermutstropfen kelternd meine Handflächen in Borkenschokolade geschmiegt. Endlich dem Trend ein Schnippchen geschlagen und die Eisbombe gezündet. Kammer für Kammer mit Luft und Lederpolitur gefüllt.

Dann: Das Standbein gewechselt

Jetzt: Gekreuzten Ringfingers den eigenen Puls im Visier wird die Seele bei erhaltenem Freizeichen auf Montage geschickt. Nahrung ist outgesourced, Wortwechsel und regelmäßige Stelldicheins vorzugsweise bei Regen tun ihr Übriges. Stoffproben eröffnen eine neue Wollust am Pflichttermin, Herbsttyp, reimt der Azubi auf Kurzarbeit, und das Beinkleid in petrol. Der Ellbogen knirscht noch immer verdächtig beim Gehen, aber sicher ist: Der nächste Sturm wird geentert.

Gelüste

s‘Näscht isch gfunde.

Quer durch die Republik sind wir uns einig, sie ist mir nur eineinhalb Monate voraus, aber was macht das schon bei fast 90 Jahren. Das Treppenhaus petrolfarben und im Garten ein Kastanienbaum, soweit reicht die Sehkraft. Dass auf dem Klingelschild mein und nicht ihr Name steht, bleibt für sie schon unsichtbar. Sie fühlt sich bereits wohl, ich freue mich noch darauf, barfuß den neuen Boden zu erkunden, die eigenen 4 Wände zu erstreichen, Handballen für Handballen, den Hall testen, das Licht. Ich sammle Kartonagen und bündele Staubmäuse, wo immer sie mir unter kommen – was ich nicht alles wegschmeissen möchte in diesem Moment!

Minuten später dann: Sehnen, mich, in deinen Arm in einen Park unter einen Baum auf eine Wiese inmitten von Blumen und Bäumchen nahe einem See mit einer Insel und einem Steg mit Rankepflanzen und zirpenden Grillen in der Nähe ein altes Haus mit kühlend dicken Mauern und freundlichen Menschen und das alles unter einer wärmenden, Sorgen vertreibenden, Sonne.