Gelüste

Ich nenn‘ es Kaiserschnitt

Dieses ewige Versteckspiel so satt, stattdessen Sehnsucht nach klaren Worten, einem nur. Einem, das trifft. Prägnanz. Wucht. Vehemenz. Und nicht einem nur, einem ganzen Wagen voll. Endlich wieder wühlen in Satzkonglomeraten, eingraben in Formulierungskünsten, untergehen in waghalsigen Worttoupets bar jeden Satzzeichens. Endlich mal nicht mehr jedes Wort vom Munde absparen, stattdessen verschwenderische Schachtelsätze verteilen. Eigene Texte bauen. Lesen, stapelweise.

Dem dräuenden Dunkel abschwören und wie Liz Farbakzente setzen, es wagen, bemerkt zu werden. Die Haare nicht nur zum Schutz missbrauchen, sondern mit Glanz versetzt mir ums Haupt winden. Knie zeigen und Stiefel tragen, die neuen roten zum Beispiel. Die Ohren mit Musik verwöhnen, möglichst welcher, die gleich die Knie mit befruchtet und den Leib beben macht, Kurven ziehen. Lachen, ganz wichtig. Lachen, mit beiden Augen und ganz tief aus dem Bauch heraus. Teilen, mich, meine Lust und das Leben nach Feierabend.

Mutig sein und weitergehen, weiterfragen auch. Neue Ziele bestimmen. Rat bei Fremden einholen, Freunde zum Kochen einladen und umgekehrt. Gemeinsam essen und zwar gut. Sorgsam mit mir sein in jeglicher Hinsicht, das haben mir die letzten 2 Wochen in all ihrem Schrecken mal wieder nahe gebracht. Den Blick in den Spiegel wagen und Umarmungen tunlichst nicht immer aus dem Weg gehen. Nicht nur verzichten, auch mal zuschlagen, zärtlich versteht sich, genießerisch. Ein, zwei Ladungen Kunst ins Hirn schaufeln und jede Menge Leichtigkeit. Ob’s klappt?

4 Gedanken zu „Ich nenn‘ es Kaiserschnitt“

  1. King Fisher sagt:

    Die roten Stiefel. Und mit Leichtigkeit.
    Au ja!

  2. kid37 sagt:

    Sorgsam sein. Mit Leichtigkeit. Ja.

  3. kopffuessler sagt:

    Apropos sorgsam: Bitte lassen Sie sich nicht von etwaigen Verzögerungen und Verwirrungen der Kommentarfunktion dieses Blogs enervieren. Stattdessen bitte eine kurze Nachricht an mich – Ich arbeite dran, die Sache in den Griff zu kriegen. Danke!

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