Gelüste

Canes Venatici

Dein Whisky wirft bellende Sternbilder mir an den Hals und zimtene Schatten. Zeile für Zeile Zweifel in den eigenen Schatten stellend. Poren schließend, Raum öffnend.
Schweigen machend. Lust auch. Und ein Hüsteln ins Herz. Gesetzt: Ein zärtliches, nächtliches. Ein großes Reine machendes.

Du sagst Sturm und meinst Muskat. Nuss. Nüssern deine Wangenknochen auch, die ich bis ich in die Leisten spüre. Zu spüren vermeine. Atmen kann. Die mir die Wangen weiten und die Mundwinkel wellen, je nach Sternbild, einfach, zweifach oder zweieinhalb gar.

Der nächste Schluck entscheidet, die Nacht hat sich vorsichtshalber ein Lächeln über die Tür gehängt und die Lesebrille aufgesetzt. Ich atme leise, deine Stirnfalten auf und ab zählend, den Schatten aus- und den ersten Blick einzuweichen für einen Wimpernschlag jenseits von Hopfen und Malz.

4 Gedanken zu „Canes Venatici“

  1. Sub sagt:

    so ein schweigend lustvoller dezemberputz hat doch mehr strahlkraft als jede christbaum, und sei er noch so sehr lametta… hüstel…

  2. Sub sagt:

    in seltenen situationen wie diesen, macht sogar das kleingedruckte noch freue… ich bin verlockt zu sagen, gerade das kleingedruckte.. möge bacchus mit Ihnen sein!

  3. schneck sagt:

    wenn der nächste schluck entscheidet sag’ ich immer aber hallo.

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