Gelage

Serve and Volley

Rakete, halbwach

Ich möchte ein Buch sein, ein Film, ein Titel nur, Aufschlag von rechts und die Faust in der Tasche. Die Faust, die nicht aufgeht, den Finger nicht freigibt, der sich um das lüstern säuselnde Kapitelbändchen geschlungen hat. Die Lust, die Wortmurmeln in Schlangen legt, immer sieben auf eine Seite. Schlangen, die meine Wahrheit hänseln und mich dann mit großen Telleraugen ansehen. Augen, die nach Lakritz schmecken und von Japan träumen.

In Japan essen sie Kekse, die wie Spargel aussehen. Ich aber möchte ein Wort sein, das dir Film ist. Ein Film, der mich ausspricht und dich an; Ohne Vorspann, ohne Kommata und ohne zu krümeln. Krümel, die die Bitterkeit deiner Haarwurzeln im Schlaf erbeuten ohne das Laken zu berühren. Strähnen versilbernd. Zum Abschied. Zum Abspann. Schwarz-Weiß.

Ich möchte ein Alpenpanorama sein. Sehnsuchtsort, Mikroklima und Edelweiss inklusive und schneeumsäumte Spitzen. Unnahbar, aber Salz auf der Haut, blumig im Abgang. Und dann eine Talfahrt im T-Shirt, das Gipfelkreuz im Rückspiegel, den Sommer ausgebreitet vor mir, mir die Freundschaft anbietend. Schokoladensorbet im Becher lächelst du entwaffnend und spielst den Ball zurück ins erste Kapitel. Nochmal den Vorspann bitte.

Ein Gedanke zu „Serve and Volley“

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