Gelage

Ohne den Mut, die Augen geschlossen zu halten

Einer will’s wissen, will alles und mehr, über Begehr und Bord oder was sonst noch dazu gehört, will mich auf Händen tragen als ob oben gleich unten und vorne noch ein Stück Nacht übrig, das sich teilen ließe oder mit Fingern verspeisen, mit dem der noch eine Hand frei oder erst gar kein Hemd an, weil Sommer und sorgenfrei, und zu viel des Guten ist erst noch zu wenig vom Nachtisch, der heuer direkt out of bed, ungeduscht aber mit Kaffee an den noch nicht ganz wachen Lippen und überhaupt, vor dem Frühstück ist nach dem Mitternachtssnack, der wiederum direkt auf das ab und zu durchsickernde Schmiegsamkeitstesting, top secret versteht sich, folgt oder auch nicht, denn Folgen sei Tanzen für Anfänger und ohne den Mut, die Augen geschlossen zu halten, komme wer wolle auf eine Umarmung oder zwei, to go oder für eine Nacht, die bleibt: Selten so lange wie gut.

Gegenwart

Und dann einfach übers Meer

Setz dich, Baby, nimm dir ‘nen Drink und die Sonne von gegenüber. Die bleibt sicher noch 10 Minuten und ich habe auch gerade nichts anderes vor. Ablegen? Heute nicht mehr, obwohl so eine Runde übern See, du und ich?

Na, ich weiss nicht, lass mal, hast du mir ein Bier? Großartig, danke,kühl sogar und jetzt erzähl mal in Ruhe, du und das Leben und die Madame – ging das gut?

Verstehe, lieber die Aussicht genießen, das Rot und hey, Einstieg statt Ausstieg, das wär doch mal was. Ein Platz ist noch frei? Na gut, Ehrensache, ich komm mit und wenn ich es mir recht überlege, vermutlich diesen Sommer auch nicht mehr zurück.