Gestik

Wintersonnenwonne

Einst murmelten mir deine nach Lorbeer und Safran-Risotto mundenden Lippen kirschkernerwärmende Wortkeimlinge ins Gemüt. Unter ziemlich bis volltrunkenem Blick, abwechselnd die Wölbung meines linken Knies und die meiner linken Augenbraue fokussierend. Nacht für Nacht halte ich seitdem meinen nichts als den Alltag vergessen wollenden Leib diesem Klang entgegen und verneine gen Morgen jegliches Frühlingsgrimmen. In mir bleibt Winter, meine Augen geschlossen und ich unter der Decke bis auf das Knie, das linke, das längst seine eigenen Wege geht, der dottergelben Märzsonne entgegen, sobald sie unbeholfen durch die blind gesprenkelte Fensterscheibe haucht.

6 Gedanken zu „Wintersonnenwonne“

  1. T.M. sagt:

    S a f r a n risotto …

  2. kopffuessler sagt:

    Gibt es bestimmt auch in Bern. Sonst komm’ endlich mal nach Berlin!

  3. T.M. sagt:

    Hab immer ein paar Briefchen Safran da. Nur so zum Schnüffeln. Macht sychtig …

  4. T.M. sagt:

    Kochen? Eher kalt. . Joghurt, Safran, Kardamom, bisschen Citrone oder Mango und bisschen Süsses. Oder . Gehört leider eigentlich Honig rein.

  5. kopffuessler sagt:

    Klingt beides wunder (und) nach Sommer! Kardamom! Safran! Joghurt!

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