Gelage

Schwarm meiner Seele


Füchschen, Schwarm meiner Seele, streich mir um die Beine, streich ein, was auf dem Weg, liegt und sich räkelt und dich unters nächste Laken verführt: Streich dir die Butter aufs Brot und mir den Tag aus den Lenden. Dieser Tag, der gerade erst begonnen die Nacht verlässt, die bis auf Weiteres unter Welpenschutz, Hundertschaften rekrutierend. Hips & Honey, souffliert dein Schulterblatt an der Ampel und schaltet mutig auf Nachtblind.

Ich schulde dem Leben nicht viel, aber alles aus dem Ärmel, der gekrempelt eine Hüfte freigibt, die der Natur die Kurve streitig macht. Kurven konvex um Straßenkanten windend, wie einen, der Schönheit aus Büchern, Mut aus Volkshochschulkursen und Sehnsucht aus Liebesbriefen sich buchstabiert, die Lettern einzeln auf Zeilen fädelnd, die keinen Satz, nicht einmal ein Spiel ergeben, Serve & Volley hin oder her.

Und drei, zwei, eins zurück auf Los, die Leinen und das Vaterunser, den Mann im Mond den Buckel runter rutschen lassend: Du und ich und ein Glas, das mehr Hälfte als Kugel sich sehnt nach Füllfedern, so zart wie rauschgolden, alle Sehnsucht gegen den Strich bügelnd und alle Achtung auf sich ziehend: Schenk nochmal ein, unser Seelenheil ist vielleicht nur ein Fuchs, der auf der Lauer liegend dem Honig die Butter unters Kissen schmirgelt.

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